Boss Move: Mit diesen Tipps schaffst du es bis nach ganz oben!

HR-Services aus Überzeugung!

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Worauf schwören erfolgreiche Gründer? Was sind ihre Karriere-Hacks, um abzuliefern? Es gibt Lektionen, die lernt man erst, wenn das Lernen vorbei ist. Schule, Studium, Trainee – alles schön und gut für eine taugliche Grundlage. Wer aber an die Spitze will, eine Karriere in 18-Karat, der muss Entscheidungen treffen, Erfahrungen machen, von denen uns niemand vor Beginn des Hard-Knock-Life erzählt – und die uns deshalb genauso unerwartet und schmerzhaft treffen können wie eine Ohrfeige.

Auch Gründer, CEOs und alle, die in ihrem Job höher, schneller und weiter wollen, haben in ihrer Karriere Work-Hacks entwickelt, die sich bewährt haben. Wir haben deshalb fünf erfolgreiche Unternehmer nach ihren besten Tipps gefragt, was ihnen im Alltag wirklich hilft – jenseits von neunmalklugen Ratschlägen à la: Gehe die Extrameile.

Prio first, Arbeit second

Ein Tag hat 24 Stunden. Eine Woche sieben Tage. Das Problem: Oft reicht diese Zeit nicht aus, um alle Punkte auf unserer To-Do-Liste abzuarbeiten. Ein simpler, aber höllisch effektiver Hack: Priorisieren lernen.

Robin Gerlach, der Gründer von Elephant Gin, hat daraus ein Ritual gemacht. Er schnappt sich ein Stück Papier und notiert alle Gedanken und To-Do’s bis sein Kopf leer ist. Danach heisst es: „Priorisieren. Von eins bis fünf. Und dann nur die ersten fünf Punkte machen, bis sie erledigt sind – und den Rest kurz vergessen.“

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Gemeinsam mit seiner Frau hat Robin Gerlach 2013 Elephant Gin gegründet. Der Verkauf jeder Gin-Flasche kommt dem Schutz von afrikanischen Elefanten zugute.

Gerlach, der früher als Investmentbanker in London gearbeitet hat, versucht so das Relevante vom Irrelevanten zu trennen – eigentlich eine Selbstverständlichkeit, nur aus eigener Erfahrung weiss man nur zu gut: Gar nicht immer so einfach.

Marathon-Mindset

Das Leben ist kein Hundertmeterlauf. Kein kurzer Geschwindigkeitsrausch. Das Bild vom Leben auf der Überholspur gilt vielleicht für Rockstars, die sich in ihren Zwanzigern verheizen, um mit Anfang Dreissig ausgebrannt in die Rehab zu torkeln. Mitarbeiter mit Biss brauchen dagegen einen langen Atem.

Das sieht auch Alexander Michel von Finanzguru. „Es ist nie ein Sprint, sondern immer eine lange Reise – mit vielen Up and Downs.“ Durchhaltevermögen sei entscheidend, gerade wenn es nicht so läuft. „Wir hatten Phasen, in denen wir gar nichts verdient haben. Da musste ich auch schon mal Geld von meiner Schwester leihen, um die Miete bezahlen zu können“, erzählt Michel.

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Mit seinem Zwillingsbruder hat Alexander Michel die Kontoführungs-App Finanzguru entwickelt. Bei „Die Höhle des Löwen“ holten sie vor kurzem den grössten Einzeldeal in der Geschichte der Sendung.

Marathonläufer besitzen bekanntlich eins: die Qualität, ihre Energie auf die gesamte Distanz richtig einteilen zu können. Fokus und Ausdauer sind elementar. Und genauso wichtig: Vertrauen in die eigene Leistung. Michel: „Was uns durch die harte Phase durchgeführt hat, war die Überzeugung von unserer Idee.“

Was beim Vergleich mit dem Marathonlauf auffällt: Das Publikum möchte nur den Zieleinlauf sehen. Die monotone Laufarbeit, die ein Marathonläufer kilometerweise zuvor abspult, ist weniger sexy. Auch beim Gründen, so Michel, sehe man immer nur die Erfolgsstory. „Die vielen Situationen, die Gründer durchgemacht haben, in denen man keine Investoren gefunden hat oder die KPIs nicht stimmen – das alles sieht man nicht.“

Erfolg, der Augenblick des Triumphes, ist immer nur eine Seite der Medaille. Viele kleine Schritte über hunderte Kilometer, viele einsame Stunden im Office über viele Jahre – die andere.

Werde nie erwachsen

Aya Jaff hat den Spruch schon oft gehört: „Get out and do something.“ Aber was zur Hölle soll man tun?

Jaff, die sich Anfang des Jahres mit der Unternehmensberatung Codesign Factory selbstständig gemacht hat, hat darauf eine Antwort gefunden: Immer neu dazulernen. Sie sagt: „Do something bedeutet nicht: Du musst ein Business starten. Es kann bedeuten, dass du ein neues Buch in die Hand nimmst, um aus deiner Bubble herauszukommen.“ Sich immer wieder als Kind fühlen und in Themen eintauchen, von denen sie überhaupt nichts verstehe, das habe ihr immer geholfen, um auf neue Ideen zu kommen.

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Aya Jaff gilt als die bekannteste Programmiererin Deutschlands. Als Stipendiatin forschte sie im Silicon Valley. Medien nennen sie auch: „Mrs. Code“.

Kids sind nicht nur hungrig nach Wissen, nach Welterklärung – sie sind vor allem: authentisch. Und dieses Authentische, die Realness einer Person kann in der Karriere den Unterschied machen.

Aya Jaff hat lange mit sich gerungen. „Bei mir gab es eine Phase, in der ich geglaubt habe, ich muss viel Content über Socia Media posten. Viel von meiner Person zeigen und präsent sein“, erzählt sie am Telefon und gesteht: „Damit habe ich mich nie wohlgefühlt.“

Der Hack? Raus aus Social Media und rein ins echte Leben. In persönlichen Begegnungen, merkte Jaff, könne sie durchaus punkten. „Im direkten Gespräch konnte ich immer gut meine menschliche Seite zeigen und wirkliches Interesse zeigen.“ Jaffs Learning: „Wenn man dich als Person sympathisch findet und man sich mit dir identifizieren kann – nicht nur über Business – dann kann man viel reissen.“

Fight for your Right to Rest

„In dem Moment, in dem man für sein eigenes Unternehmen arbeitet, neigt man dazu nie mit der Arbeit aufzuhören.“ Etienne Gardé, Mitgründer und Moderator bei Rocket Beans TV, musste erst lernen, richtig abzuschalten. Wenn er nachhause kam, dachte er ständig über die Arbeit nach. Was kann man wie anders und besser machen – und das in Dauerschleife. Seine Lösung: „Wieder in den Sportverein gehen. Bis zu zweimal die Woche spiele ich wieder Basketball – wie früher, bevor ich berufstätig geworden bin.“

Sport – das ist nicht nur Gönnung für die Physis. Das ist auch: Mentales Reset. Auf dem Spielfeld lässt man den Alltag draussen. Ist für die Dauer einer Partie in Gedanken nur beim nächsten Zug, Angriff und schliesslich: Jubel.

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Acht Jahre lang hatten Gardé und seine Kumpels eine Gaming-Sendung fürs Fernsehen produziert, als die einfach dichtgemacht wurde. Mit Rocket Beans TV hat man einfach ein eigenes Fernsehen erschaffen – im Netz.

Auch beim Sport gilt die Bubble-Exit-Strategie. „Mit Leuten abzuhängen, die nichts mit der eigenen Arbeit zutun haben, die überhaupt nicht wissen, was ich eigentlich mache oder die es auch gar nicht interessiert – das hat mir geholfen, den Kopf freizubekommen“, erklärt Gardé.

Und wie heisst es so schön: Zum eigenen Glück muss man sich manchmal zwingen. In den Worten von Gardé: „Es ist wichtig, dass man sich forciert, andere Hobbies zu haben.“ Die Betonung liegt hier auf: forcieren. Rauskommen aus der eigenen Bubble, die Gedanken vorübergehend auf ein anderes Gleis legen, den Umgang mit Menschen pflegen, die es überhaupt nicht juckt, dass man zu den „30 unter 30“ gehört, dazu muss man sich eben zwingen – und das lernt man nicht von heute auf morgen, sondern erst im Laufe einer Karriere.

Spiele nach eigenen Regeln

Kaddie Rothe, Mitgründerin der Marketing-Agentur Goalgirls, muss nicht lange überlegen, wenn sie sich für einen Ratschlag entscheiden müsste. Er lautet: Probiert euch aus. „Ich hab immer gesagt: Ich will Käptn Blaubär sein und 13 ½ Leben leben.“ Das bedeutet: In Berufen und Branchen unterwegs sein, die nichts mit der eigenen Zukunft zu tun haben – zum Beispiel in der Gastronomie jobben, auch wenn längst klar ist, dass man ins Marketing möchte. Der Vorteil: „Die Menschen“, denen man dort begegnet, „werden später deine Kunden sein“, so Rothe. „In je mehr Branchen du gearbeitet hast, desto mehr Insights hast du auch.“

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Mit ihrer Schwester wirbelt Kaddie Rothe gerade die Marketing-Szene in Deutschland auf. Der Fokus: Live-Events mit Interaktion anstatt dröge Plakatwerbung.

Rothe weiss, dass in einer Branche, in der es auf Kreativität ankommt, gerade unorthodoxes Denken gefragt ist. „Je mehr wir uns an der Branche orientieren, desto weniger innovativ sind wir“, sagt sie. Stichwort: Deadlines. „Früher dachte ich, Timing ist alles. Timing hat aber nichts mit Pünktlichkeit oder Deadlines zu tun, sondern dass man so lange an einer Idee arbeitet, bis man zufrieden ist und Leute begeistern kann.“

Wir lernen: Gehe dein eigenes Tempo und handle nach eigener Maxime. Das klingt verdammt nach Kant. Und wenn man schon am Ende seiner Gedankengänge beim Gross-Babo der deutschen Philosophie angekommen ist, hat man doch einiges richtig gemacht. Amen.

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